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Sustainability

Seit 2019 gehört Junkyard zu Varner. Varner ist ein Familienunternehmen, das sein erstes Geschäft 1962 in Oslo eröffnete. Heute ist Varner einer der größten Modekonzerne Skandinaviens.

Eine nachhaltige Entwicklung gehört zu den tragenden Pfeilern von Varners Geschäftstätigkeit. Das heißt, dass das Unternehmen Verantwortung für Klima und Umwelt, Menschen und Verbraucher übernimmt. Hierzu investiert Varner in nachhaltigere Materialien, begleitet die Menschen in der Lieferkette und arbeitet auf ein zirkuläres Geschäftsmodell hin.

Als Teil von Varner kann Junkyard auf Ressourcen zugreifen, die eine nachhaltigere Entwicklung ermöglichen. Unter anderem haben wir Produktionsniederlassungen vor Ort. Von hier aus begleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung spezialisiert sind, die Produktion.

Junkyard entwickelt eigene Designs und Konzepte für seine Zielgruppe.

Alle externen Marken, die über die Kanäle von Junkyard vertrieben werden, haben Anforderungen an die Produktsicherheit und Lieferantenkontrolle zu erfüllen.

 

Produktion und Lieferantenkontrolle

Produktionsmärkte

Die Produktion erfolgt hauptsächlich in China, Indien, Bangladesch und der Türkei – in diesen Ländern haben wir lokale Niederlassungen eingerichtet.

Lokale Präsenz und Kenntnis der Märkte sind entscheidend, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Lieferkette optimal begleiten zu können.

Neben den Fachleuchten für Produktionsqualität verfügt jede Niederlassung über CSR-Fachleute – d. h. Mitarbeiter/innen, die auf die soziale Verantwortung von Unternehmen spezialisiert sind.

Lieferantenkontrolle

Die Achtung der Menschen- und Arbeitnehmerrechte ist für unsere Fertigung von grundlegender Bedeutung.

Unsere Richtlinien für Produktion und die Zusammenarbeit mit Lieferanten gehen davon aus, dass jeder Mensch das Recht auf gute Arbeitsbedingungen hat. Hierbei stützen wir uns auf die allgemein anerkannten Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, Gesetze und Vorschriften.

Wir führen Due-Diligence-Bewertungen durch. Im Rahmen eines zirkulären Modells arbeiten wir auf jeder Stufe darauf hin, Menschen, Gesellschaft und Umwelt zu respektieren und Verantwortung für sie zu übernehmen.


Lieferantenkontrolle in der Praxis

Wir machen uns ein Bild von den tatsächlichen Verhältnissen in unseren Fabriken. Hierzu führen wir Inspektionen, Werksbesuche, Meetings und Gespräche durch und prüfen Dokumentation.

Die Werksaudits werden von Varners CSR-Fachleuten übernommen – wobei angekündigte und unangekündigte Besuche stattfinden.

Erst nach einem umfassenden Genehmigungsprozess, der den Lieferanten selbst und sämtliche Werke einschließt, kann die Produktion für Varner beginnen.

Während der Inspektionen:

  • Das Werksgebäude und die Produktionsanlagen werden auf Brandschutz, Evakuierungspläne und Gebäudesicherheit untersucht.
  • Es finden Gespräche mit Mitarbeiter/innen und Führungskräften statt.
  • Alle relevanten Dokumente, Richtlinien, Zertifikate und Lizenzen, über die das Werk verfügt, werden geprüft.

Nach der Inspektion:

  • Eventuelle Optimierungspläne werden von unseren Mitarbeiter/innen weiterverfolgt.


Offene Werkslisten

Die Tier-1-Fabriken, mit denen Varner zusammenarbeitet, sind im Open Apparel Registry öffentlich zugänglich.

Eine Karte finden Sie hier: Open Apparel Registry

 

Externen Markenhersteller

Neben unseren eigenen Marken und Produkten findest du bei Junkyard auch eine Auswahl an Produkten von externen Markenherstellern.

Diese externen Marken übernehmen auch Entwicklung, Design und Fertigung der von ihnen angebotenen Produkte. Das heißt aber nicht, dass die Vorgaben von Junkyard und Varner in den Bereichen soziale Nachhaltigkeit und Produktsicherheit nicht für sie gelten würden.

Alle externen Markenhersteller müssen einen Genehmigungsprozess durchlaufen, bevor ihre Produkte in unsere Stores und Shops aufgenommen werden.

Im Rahmen einer Bewertung prüfen wir die Abläufe des Lieferanten zur Überwachung von Arbeitsbedingungen in der eigenen Lieferkette sowie Abläufe für Produktsicherheit.

Auf diese Weise arbeiten wir darauf hin, dass alle unsere Produkte in unseren Stores/Shops sicher im Gebrauch und unter angemessenen Bedingungen hergestellt sind.

 

Beschreibung der Risikobereiche

Menschenrechte und Arbeitnehmerrechte

Schwerpunktbereiche

Um Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Lieferkette zu übernehmen, gehen wir bei unserer Arbeit von verschiedenen Risikobereichen aus.

Im Hinblick auf soziale Verantwortung und Arbeitnehmerrechte nehmen wir im Rahmen unserer Prozesse Risikoanalysen vor. Wir legen diese Schwerpunktbereiche fest, indem wir die mit den Regionen, der Materialgewinnung und den Produktionsprozessen verbundenen Risiken identifizieren.

Risiko: Das Recht, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren

Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ermöglicht den Dialog und faire Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen, Führungskräften, Behörden und Unternehmen.

Um diese Frage anzugehen, setzt Varner auf Schulungen zu Rechten und Pflichten am Arbeitsplatz sowie Schulungen zum sozialen Dialog für Arbeitnehmer/innen und das Werksmanagement.

Risiko: Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Handarbeit und der Einsatz von Maschinen und Chemikalien kommen in der Bekleidungsbranche häufig vor. Zudem ist die Gebäudesicherheit an den Orten, an denen die Produktion stattfindet, eine wichtige Frage.

Varner verfügt über strenge Abläufe, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Das heißt unter anderem, dass die Gebäudesicherheit, Fluchtwege und Schutzausrüstung kontrolliert werden.

Fabrikbesuche und Inspektionen sind wichtige Maßnahmen, um Gefahren zu identifizieren und Verbesserungen sicherzustellen. Wir kontrollieren regelmäßig, dass Arbeitnehmer/innen in den Werken im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geschult werden.

Seit dem Unglück in Rana Plaza im Jahr 2013 liegt in Bangladesch ein besonderes Augenmerk auf Brand- und Gebäudesicherheit. Varner hat das Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit in der Textilindustrie (Bangladesh Accord) unterzeichnet – ein Übereinkommen zwischen Unternehmen und Gewerkschaften auf der ganzen Welt, um die Textilindustrie sicherer zu machen.


Risiko: Niedrige Löhne

Der Mindestlohn reicht nicht immer aus, um den grundlegenden Bedarf der Arbeitnehmer/innen zu decken. Das Risiko niedriger Löhne ist in den entfernteren Teilen der Lieferkette größer, zum Beispiel auf Baumwollfarmen und für diejenigen, die in der Rohstoffgewinnung tätig sind. Veränderungen müssen von Unternehmen, Behörden und Gewerkschaften auf den Weg gebracht werden.

Varner verfügt über Abläufe für die Lohn- und Gehaltspraxis und die Lohn-/Gehaltshöhe.

  • Lohn-/Gehaltspraxis: Wir überprüfen u. a. die Dokumentation zu Lohn-/Gehaltszahlungen, Boni, Überstundenvergütung, Lohn-/Gehaltsabrechnungen und Elternzeit.
  • Höhe von Löhnen/Gehältern: Alle Werke müssen mindestens Mindestlöhne/-gehälter zahlen. Viele unserer Lieferanten zahlen mehr als das. Wir sind uns jedoch bewusst, dass wir mehr tun müssen, um das Niveau weiter anzuheben.


Risiko: Beschäftigungsbedingungen und Überstunden

Sämtliche Beschäftigungsbedingungen müssen in einem Vertrag, in dem u. a. Vergütung, Arbeitszeiten und Kündigungsfristen beschrieben werden, festgelegt sein.

Wenn übermäßig viele Überstunden geleistet werden, kann das an der Lohn-/Gehalts- und Beschaffungspraxis liegen:

  • Zu wenig Zeit, um Aufträge zu erledigen, kann die Belegschaft zu Überstunden zwingen.
  • Niedrige Löhne können zu Überstunden führen, um einen ausreichenden Verdienst zu erzielen.

Varner konzentriert sich auf verantwortungsvolle Einkaufsmethoden, unter anderem durch:

  • Schulungen für Einkäufer.
  • Befragungen von Lieferanten, um direkte Rückmeldung zu halten, ob der Zeitrahmen angemessen, die Beschreibungen des Produkts gut ist usw.


Risiko: Diskriminierung und Frauenrechte

Für Lieferanten werden Anforderungen und Erwartungen formuliert, um die Gleichbehandlung aller Arbeiten sicherzustellen. Dies wird vertraglich festgelegt. Varner fordert, dass alle gleich behandelt werden müssen, unabhängig von beispielsweise Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, politischer Überzeugung und Religion.

Alle Lieferanten müssen über Abläufe verfügen, um die Belegschaft vor Belästigung und geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen.

Für Frauen besteht in der Textilindustrie unter anderem die Gefahr von sexueller Belästigung und Gewalt, niedrigeren Positionen, niedrigeren Löhnen und kürzeren Verträgen.

Varner arbeitet daher mit verschiedenen Organisationen zusammen, die sich für Frauen in der Textilindustrie einsetzen, darunter den Organisationen Social Awareness and Voluntary Education (SAVE) in Indien und Joint Ethical Trading Initiative (JETI) in Bangladesch.

 

Klima und Umwelt

Wiederverwendung überschüssiger Ware

Alle unsere überschüssigen Waren werden an Fretex gespendet. Nur Kleidung und Produkte, die auf unzulässige Weise hergestellt wurden und unsere Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen, werden aus Sicherheitsgründen vernichtet. Die Kleidung, die an Fretex gespendet wird, wird entweder für wohltätige Zwecke verkauft oder weitergegeben. Teile werden von Fretex recycelt, andere zur Energieerzeugung eingesetzt.

Recycling

Recycling ist wichtig zur Gewinnung neuer Ressourcen. Der Einsatz von bereits gewonnen und verarbeiteten Materialien bietet eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Geringere Emissionen.
  • Reduzierter Wasserverbrauch.
  • Beitrag zum Erhalt von Ökosystemen.

Für große Mengen ist Textilrecycling nach wie vor nicht effizient (nicht skalierbar). Textilien für neue, langlebige Kleidung zu recyceln, ist schwierig.

Varner beteiligt sich an Projekten, die sich mit der Entwicklung von Textilrecycling in großem Maßstab beschäftigen.

Wasserverbrauch

Die Textilindustrie benötigt in der gesamten Produktionskette viel Wasser. Wir haben eine besondere Verantwortung, den Wasserverbrauch zu reduzieren. So arbeiten wir in diesem Bereich:

  • Wir ermitteln die verwendete Wassermenge, wir stellen sicher, dass Fabriken über gute Wasseraufbereitungssysteme verfügen, wir beteiligen uns an Kooperationen innerhalb der Branche, um den Wasserverbrauch zu senken, und wählen Materialien, die weniger Wasser benötigen als herkömmliche Materialien.
  • Wir stellen strikte Anforderungen an Lieferanten in Bezug auf Wasseraufbereitung, Chemikalienhandling, Abfallmanagement und Emissionen.


Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen aus der Produktion und von Transporten wirken sich negativ auf Klima und Umwelt aus. Zur Verringerung der Emissionen tut Varner Folgendes:

  • Erfassung von produktionsbedingten Emissionen: Wo sie entstehen und wie hoch der Ausstoß ist.
  • Einsatz von nachhaltigeren Materialien mit weniger Emissionen als bei herkömmlichen Materialien.
  • Engagement im Rahmen von Initiativen: Swedish Textile Initiative for Climate Action.
  • Transport: See- statt Flugtransporte, Zusammenarbeit mit Unternehmen, die aktiv auf die Verringerung von Emissionen hinarbeiten.


Tierschutz

Tierschutz ist ein wichtiger Teil einer nachhaltigen Lieferkette. Im Rahmen der Tierschutzleitlinie von Varner stellen wir Anforderungen an die Lieferanten.

Beim Einkauf tierischer Fasern vermeiden wir beispielsweise Herkunftsregionen, die dafür bekannt sind, Tiere schlecht zu behandeln.

Beispiele für unsere Verbote: Pelz, Leder von bedrohten Arten und Tierversuche für Kosmetika.

Tierschutz schließt auch den verantwortungsvollen Umgang mit Ökosystemen ein. Grüngebiete dürfen nicht zerstört werden, da Tiere ihre Lebensräume benötigen.


Einbindung unserer Kunden

Varner bietet seinen Kunden Produkte aus nachhaltigeren Materialien als bessere Option.

Nachhaltigere Materialien müssen klar erkennbar und gut sichtbar an Kleidungsstücken und im Online-Shop gekennzeichnet werden.

Wichtig ist auch eine gute Pflege der Kleidung:

  • Deswegen müssen wir in der Filiale und online leicht verständliche Hinweise bereitstellen, wie die Kleidung zu waschen und zu pflegen ist.
  • Wir müssen darauf achten, dass die Wasch- und Pflegehinweise an allen Kleidungsstücken leicht zu finden sind.

 

In unserem Nachhaltigkeitsbericht können Sie mehr erfahren:

Varner Nachhaltigkeitsbericht 2021